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Hauptstadthund

Um Missverständisse zu vermeiden: Wir dachten, wir hätten die Hundefrage wasserdicht durchdacht. Wir haben diskutiert und das Für und Wider abgewogen.

Mein Schwiegervater züchtet Irish Terrier. Wir können also auf Fachkompetenz in der eigenen Familie zurückgreifen (was ich in den ersten Wochen tatsächlich fast täglich gemacht habe, Danke dafür!!!).

 

Und ich selbst bin quasi im Hundekörbchen groß geworden - nur hatte ich leider vergessen, dass der riesige Boxer-Rüde meiner Großeltern außer Sabbern, Plätzchenfressen und Sofaliegen nichts weiter können musste. Weder mit Impulskontrolle noch mit Leinenführigkeit musste er behelligt werden:

Zeitlebens bewegte er sich nur im Haus und auf dem umzäunten Grundstück meiner Großeltern. Schöne überschaubare Welt. Und wenn Besuch kam, wurde er angeleint oder weggesperrt.

Unser Hund muss deutlich mehr Kompetenzen entwickeln, schließlich soll er - irgendwann - sich die Hauptstadt erobern. Und zwar nicht als Kläffer oder Leinenrowdy!

 

Das Problem ist: Ich habe absolut null Ahnung, wie ich dieser kleinen flauschigen Fellkugel irgendetwas beibringen soll ... äh, was war noch mal Impulskontrolle?

 

Folgende Übung zur Impulskontrolle mache ich auf Anraten von Ramona täglich:

 

Ich halte Boomer ein Leckerli unter die Nase und sage sehr bestimmt: Nein!

Dann lege ich es ihm auf den Boden vor seine Pfoten, sehe ihn an und sage noch einmal: Nein!

Boomer darf das Leckerli nicht fressen, bis ich es aufhebe und ihm reiche mit den Worten: Bitteschön!

 

Gerade versuche ich die Übung zu variieren, indem er auch dann wartet, wenn ich einige Meter weggehe und er erst auf Kommando das Leckerli fressen darf. Das klappt noch nicht immer...

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