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Good vibrations

Gegen die Bedenken von Züchtern hilft auch kein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis oder eine positiv beschiedene Schufa-Auskunft. Hier zählen keine harten Fakten, sondern zwischenmenschliche good vibrations. Im Gespräch legen sie dann jedes Wort auf die Goldwaage.

 

Einem Züchter war es suspekt, dass nicht die gesamte Familie zum Welpenanschauen mitgekommen war. "Wenn die Männer der Familie gegen einen Vierbeiner sind, macht der Besuch heute gar keinen Sinn."

 

"Sie ziehen um und wollen gleichzeitig Ihr neues Leben mit einem Welpen beginnen? Unmöglich. Viel zu stressig für den Kleinen."

 

"Nach Berlin? Das ist nichts für meinen kleinen Welpen!"

 

"Sie erfüllen Ihren Kindern den Hundewunsch, damit denen dann der Umzug leichter fällt? Das klingt nach emotionaler Erpressung! Also, unser Hund ist kein billiges Trostpflaster! Dafür ist er uns zu schade!"

 

"Sie ziehen in ein Haus mit Garten? Das ist ja schön, aber nicht das wichtigste - es kommt doch auf Ihre Einstellung an und an der zweifle ich noch."

 

„Unsere Preise sind etwas höher als bei anderen, aber das liegt an dem exzellenten Stammbaum.“ Ich versichere, Geld spiele keine Rolle, und kriege zu hören:

 

"Hundeglück könne man sich doch nicht erkaufen!"

 

Wer im Gespräch mit dem Züchter nicht scheitert, kommt dem Traum vom Welpen einen Schritt näher, auch wenn es dann vielleicht nur der Satz ist:

 

"Tut mir leid, alle vergeben, aber ich setze Sie auf eine Warteliste."

 

 

 

 

 

 

 

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