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Hund wie Teppich

Heute bin ich mal wieder über unseren Teppich gestolpert, nein, vielmehr über den Hund, der auf dem Teppich im Weg lag. Boomer besitzt eine besondere Fähigkeit: Er kann sich unsichtbar machen. Auf dem Teppich ist er nicht zu sehen. Farbe und Struktur seines Fells heben sich kaum von den Schlingen des Wollteppichs ab. Boomer mag diesen Teppich. Vielleicht riecht – oder duftet er – noch nach Schaf?

Mit Schafen hat er es sowieso. Schaffelle ziehen ihn magisch an, aber nicht, um sich darauf bequem auszustrecken, sondern um sich mit ihnen auf dem Boden zu wälzen und Fellbausche daraus auszureißen. Wir hatten zwei Schaffelle, die ich mittlerweile in den Schränken vor Boomer verstecke, sonst killt er sie. Dabei könnte man sich selbst aus Boomers Fell eine warme Decke stricken oder erst einmal eine Wollmütze?

 

Keine Angst, dazu müsste man ihm nicht das Fell über die Ohren ziehen. Ein Lagotto Romagnolo wird von Zeit zu Zeit geschoren. Sein wolliges Fell liegt in eng gerollten Locken und wächst und wächst, bis man es schneiden muss, sonst wird aus dem Hund ein Zottelbär. Wenn sein Fell zu lang wird, sieht er wie ein Flokati aus. Boomers Löckchen sind noch nicht so stark ausgebildet. Er ist jetzt fünf Monate alt und wurde bisher einmal geschoren. Man sagt, dass das Fell eines Lagotto nach einem Jahr die typische Struktur annimmt: curly coated. Weil er wenig Haare verliert, zählt er zu den Hunderassen, die (oft) für Allergiker geeignet sind. Ich weiß nicht, ob das wirklich stimmt, denn wir haben offenbar keine Hundehaarallergie (wobei man in dem Fall ja auch oder vor allem auf den Speichel des Tieres reagiert, oder? Wie auch immer...). Ich bin mir sicher, wir werden es herausfinden, wenn die ersten Allergiker zu Besuch kommen...

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